Politik & Co.

Enzyklopädie Werteland

Politik hat seit jeher eine besondere Herausforderung, die unter Berücksichtigung von demokratischen Wertvorstellungen folgendermaßen formuliert werden kann:

„Das Hauptproblem von Ethik und Politik besteht darin, auf irgendeine Weise die Erfordernisse des Gemeinschaftslebens mit den Wünschen und Begierden des Individuums in Einklang zu bringen.“
Bertrand Russell (1872–1970)

Gerne und natürlich in aller Ergebenheit optimiere (transformiere) ich Bertrand Russel und tausche ein paar Worte durch andere aus:

  • Hauptproblem >> Mandat
  • irgendeine >> kooperative
  • Begierde >> Grundmotiven

Damit bekommen wir eine konstruktivistische Aussage, die sogleich als Postulat gelten darf:

„Das Mandat von Ethik und Politik besteht darin, auf kooperative Weise die Erfordernisse des Gemeinschaftslebens mit den Wünschen und Grundmotiven des Individuums in Einklang zu bringen.“

Einleitung

Zum Verständnis: Ich selbst bin völlig unpolitisch – oder besser unparteiisch. Als vornehmlicher Beobachter hege ich Sympathien mit linken und rechten Gesinnungen. Auch kann ich die Positionen von beiden Lagern sogar dann verstehen, wenn sie weit nach links oder recht ausschlagen. Beide haben ihre Motive – oder besser: getriggerten Wertvorstellungen, die aus gefühlten Mangelerscheinungen resultieren. Allerdingsdings wünsche ich mir, dass so mancher fanatische Vertreter extremer Meinungen einer lockeren und offenen Diskussion aufgeschlossen wäre.

Auch halten wir fest, dass es wichtig ist, zwischen psychologischen, soziologischen und soziokulturellen Irritationen zu unterscheiden. Den ersten Stimuli klammeren wir hier aus und fragen besser gute, kluge Psychologen um Rat. Bei den anderen beiden kann Wertearbeit wahre Wunder wirken. Versprochen.
Mit wertesystemischer Brille – und natürlich auch ein wenig eigener Besonnenheit und Leidenschaft – beleuchte ich im Folgenden einige Themen und Erlebnisse, die ich als wichtig empfinde.

Werte von Parteien

In fast allen Parteiprogrammen finden wir konkrete Werte. Allerdings fällt auf, dass diese sehr ähnlich und großteils fast identisch sind. Lediglich die Reihenfolge ist anders und wird wohl den Unterschied ausmachen. Auch fällt auf, dass man sich annähernd auf die klassischen Werte beruft, die bereits seit der Aufklärung proklamiert werden und die heutigen parlamentarischen Demokratien geformt haben.

Warum Wertearbeit allparteilich sein muss

Im „Das große Buch der Werte 2019– Enzyklopädie der Wertvorstellungen (DgBdW)“ (S. 307) haben wir die Werte der größten Deutschen Parteien aufgeführt, die wir aus deren Parteiprogramm übernommen und vereinzelt kommentiert haben. Leser und auch Mitarbeiter unserer Akademie baten mich darum, diejenigen Parteien, doch bitte, aus dieser Publikation zu entfernen, welche sich offensichtlich nicht wertschätzend verhalten würden. Insbesondere auch, weil sie in keinen humanistischen Wertekanon passen.

Meine 4 Antworten darauf, konnten die Gemüter etwas beruhigen:

Antwort 1:
Eine Enzyklopädie muss sich mit allen Aspekten eines Themas beschäftigen, da sie den Anspruch hat, vollumfänglich alles bekannte Wissen zur Verfügung zu stellen. Redaktion und Autoren sollten dabei neutral bleiben und lediglich Effekte und Wirkungsmechanismen aufzeigen.

Antwort 2:
Insbesondere bei einer Partei habe ich im Buch DgBdW darauf hingewiesen, dass sie im Parteiprogramm eher destruktiv argumentiert. Hier der Wortlaut:
„Im Grundsatzprogramm vom 27.06.2016 der AfD (Alternative für Deutschland) finden wir unter der Überschrift „DEMOKRATIE UND GRUNDWERTE“ (Kapitel 1) keine klar präferierten Werte-Begriffe. Dort werden eher Begriffe für negative Werte (wie Zerstörung, verantwortungslos, Protest) verwendet und damit die etablierten Parteien ausführlich diffamiert.“
Und weiter in der Schlussbemerkung dieses Kapitels:
„Während alle Parteien in ihren Programmen den Begriff „Bürger“ verwenden, nutzt die AFD darüber hinaus auch oft den Begriff „Volk“.
Im sprachwissenschaftlichen Sinne ist der Begriff Volk veraltet, da er ethnische Komponenten (Ethnie) aufweist und deswegen emotional aufgeladen ist. Etymologisch stammt er aus dem urgermanischen „fulka“ (8. Jh.), was „die Kriegsschar“ bedeutete. Der Begriff Bürger stammt aus dem althochdeutschen „burga“ ab, was Schutz bedeutet (daher auch der Begriff „Burg“). Aus griechisch „polites“ = „Bürger“ („der zur Teilhabe am Richten und an der Herrschaft berechtigte“) wurde der Begriff „politik“ = „Politik“ (alles, was den Bürger und die Stadt bzw. den Staat betrifft).“

Antwort 3:
Mit diesem Argument („sich nicht wertschätzend verhalten“) könnte man sogar alle Parteien entfernen, da sich deren Vertreter – entgegen Artikel 1 des Grundgesetztes – sehr oft unwürdig verhalten. So würden wahrscheinlich nur noch „Die Grünen“ in jüngster Formation übrigbleiben, was aber ziemlich „unbunt“ wäre 😉
So lassen wir den Streit und unterstützen dabei, ihn mit „echten“ Wertediskussionen zu bereichern und mit Niveau zu versorgen.

Antwort 4:
Im neuen, sehr persönlichen Buch: „Lasst uns über Werte reden! Wie Wandel gelingen kann“ (LuüWr!) werde ich quasi als Beigabe auch werteorientiert Stellung zum politischen Geschehen beziehen und Tipps für ein besseres Gelingen geben. Authentische Politiker und Funktionäre sollten das lesen.
Der frühere Arbeitstitel „Tod dem Hochmut (siehe Artikel „Hochmut“ auf Seite 155) – Renaissance der fröhlichen Demut“ dieses Buches gibt vielleicht einen Einblick in den Inhalt, meine Gesinnung und Intentionen. 😉

Und nun noch meine rezitierende Botschaft als sogenannter „Heide“ an alle, die sich in hochmütiger Weise auf „christliche Werte“ berufen:

„Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.“
Apostelgeschichte 20,35

Wahlen

Bevor man zur Wahlurne schreitet, sollte man frühzeitig Folgendes tun:

  1. Wähle die Quellen sorgfältig aus, die Dich über die zur Wahl stehenden Politiker und Parteien informieren! Das jeweilige Parteiprogramm zu lesen sollte man tun, bevor man sich Meinungen anhört und seine eigene Sichtweise kundtut.
    Gleiche besonnen ab, was vor allem stark polarisierende Menschen kundtun!
  2. Wähle Deine Werte (schreibe mindestens drei, gerne 5 oder 7, davon auf), die Dir für Dich, Deine Familie und die ganze nationale Gesellschaft wichtig sind. Das ist die Basis für einen guten Abgleich mit den jeweiligen Parteiprogrammen und Aussagen (Versprechen) von Politikern.
  3. Wähle und entscheide Dich für Optionen. Wähle zunächst mindestens drei Parteien und Kandidaten aus, welche am meisten zu den von Dir favorisierten Werten passen.
  4. Wähle am Wahltag intuitiv den vertrauenswürdigsten, redlichsten und kompetentesten aus Deiner Liste, welcher die bestmöglichen Führungsqualitäten (siehe Artikel „Was ist Führung?“ auf Seite 209) besitzt.
  5. Gehe auf jeden Fall zur Wahl. Das ist die einzige Möglichkeit, Einfluss auf das Wahlergebnis zu nehmen. Wähle die bestmöglich passende Partei! Wenn nix dabei ist, dann wähle die „Blümchenpartei“ oder die „Piratenpartei“ (hier bitte zwischen radikal und disruptiv unterscheiden). Wenn kleine Parteien stärker werden, verlieren die Großen zwangsläufig ihren Hochmut.
  6. Persönlicher Tipp von mir: Wähle auf keinen Fall Politiker die schreien, pöbeln und andere Menschen denunzieren! Menschen die regelmäßig verallgemeinern, generalisieren und pauschalisieren haben entweder eine niedrige Intelligenz oder destruktive Neigungen und führen nichts Gutes im Schilde.

Grundsätzlich ist mit der Politik so einiges im Argen, wie ich es in diesem Buch an mehreren Stellen beschrieben oder aufgezeigt habe. So beobachte ich das Geschehen und konzentriere mich dabei auf interessante Erscheinungen und Vorkommnisse vor allem, während und nach den Wahlen.

Europawahl 2019

Im Jahre 2019 hatte Europa gewählt. Wie wir sahen, mit einem sehr polarisierenden Ergebnis – insbesondere in Deutschland. Interessant ist, dass GRÜN mehr Zuspruch hat als BRAUN. Damals wurde ich oft gefragt, warum das so ist und welche Werte damit zu tun haben. Meine Antwort: Die aktuell wichtigen Werte Nachhaltigkeit und Sicherheit liegen gar nicht so weit auseinander. Wobei Nachhaltigkeit die klügere und weitblickend die sicherste Variante ist.

Aber auch eine „konservative“ Haltung beinhaltet nachhaltige Aspekte, wenn man die Definition genau studiert und zum Schluss kommt: „Wir konservieren das, was sich als langfristig stabil und überlebensfreundlich bewährt hat, um auch in Zukunft bestmöglich überleben zu können.“ Einzig die Frage, wer konkret ist mit „wir“ gemeint, entscheidet darüber, ob eine konservative Gesinnung eher menschlich oder nationalistisch ist.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass nationalistisches Agieren niemals menschlich sein kann.

US-Wahl 2020

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Bundestagswahl 2021 in Deutschland

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Andere Wahlen

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Werthaltige Begegnungen

Manchmal werde ich gefragt, warum ich nicht, wie viele meiner Kollegen, die sich als „Speaker“ auftun, in der Öffentlichkeit zu sehen oder hören bin. Meine kurz gefasste Antwort ist: Ich warte in vorbereitender Manier auf den richtigen Zeitpunkt, der augenscheinlich bald da sein könnte.
Am liebsten suche ich eher Kontakt zu Menschen und Organisationen, die etwas bewegen oder bewegen wollen. So bin ich nur einigen öffentlichen Einladungen gefolgt, die eher dem Studium des Machbaren dienten, als öffentlich Botschaften und Klugheiten zu verbreiten.

Deutsche Gesellschaft e.V.

Ende Mai 2019 war ich auf Einladung des Deutsche Gesellschaft e.V. in Magdeburg Teil einer Podiumsdiskussion. Thema: „Meine Werte – Deine Werte: Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“.
So saß ich – u. a. mit dem Oberbürgermeister von Magdeburg (CDU) und dem ehemaligen Finanzminister von Sachsen-Anhalt (FDP) – einem wohl sehr interessierten Publikum gegenüber. Wir wollten über WERTE sprechen. Aber wenige Tage nach der Europawahl dominierten natürlich die politischen Geschehnisse und das wieder erstarkte „braune“ Ungeheuer. Somit war wenig Zeit, die eigentliche Frage zu beantworten: „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“. Ich spürte mal wieder hautnah den akademisch lackierten Hochmut – auch wenn der Geist willig zu sein schien. Schade. Es gibt also noch Wesentliches zu tun.

Werteunion

Wenige Wochen danach war ich bei der als „rechts“ verorteten Werteunion (eine Sektierung der CDU; siehe Begriff „Sekte“) zu einer Veranstaltung eingeladen. Mein Versuch, gegen Ende der Veranstaltung, den leidenschaftlich „Konservativen“ zu erklären, dass offenherzige Wertediskussionen sinnvoll sind und die Zeit, des pauschalen Polarisierens und Meckerns vorbei sein sollte, hatte nur wenige interessiert.
Bei meiner Erinnerung an den wohl wichtigsten christlichen Wert, der Nächstenliebe, wurde es still. Und auch mein Erklärungsversuch, dass Sympathie und Verlässlichkeit (coole „Werte-Kombination“, wie ich finde) heute einer der wichtigsten Werte sind, um die Herzen von Menschen zu gewinnen, wurde lediglich zur Kenntnis genommen.
Mal sehen, ob es mir zukünftig besser gelingt, bei ähnlichen Veranstaltungen den Damen und insbesondere Herren die Leviten zu lesen: Lasst endlich Euren Hochmut, zieht Euren Schlips aus und werdet nahbare, emotionale und lockerer Menschen! Vielleicht sogar mit etwas mehr Humor.

Gerald Hüther

2015 hatte ich den ersten Kontakt per E-Mail zu dem leidenschaftlichen und zugleich offenherzigsten Neurologen, dem ich bisher begegnen durfte. Ein paar Wochen später führten wir ein langes Telefonat, bei dem wir vorwiegend sein Projekt „Akademie für Potentialentfaltung“ besprochen haben, das sich damals in der Gründungsphase befand. Mit meinem Thema „Werte“ konnte ich ihn noch nicht behelligen, da er so sehr beseelt von seinem Thema war, das ich kaum zu Wort kam.

Ein paar Jahre später, als sein Buch „Würde: Was uns stark macht – als als Einzelne und als Gesellschaft“ herauskam, dachte ich: „Wenn er sich jetzt mit Würde beschäftigt, dann müssen wir über Werte reden.“ So schickte ich ihm das gerade erschienene „Das große Buch der Werte“ mit einer freundlichen Widmung. Durch Zufall trafen wir uns dann kurze Zeit später im November 2019 in Leipzig. Ich fragte ihn: „Haben Sie mein Buch gelesen?“ Er sagte: „Oh Mann, der dicken Schinken!“. Ich antwortete: „Sie haben es nicht gelesen“ und fuhr weiter fort: „Ist ok, das kenne ich, viele haben es im Regal stehen, aber lesen es nicht – es ist halt eine Enzyklopädie. Aber Werte sind wichtig, wenn Würde – was auch ein Wert darstellt – gelebt werden soll“. Jetzt hörte er mir erstmals aufmerksam zu. Ich erklärte ihm sodann, dass Würde und Werte etymologische Geschwister sind und konstruktive Wertvorstellungen ursprünglich Würde verkörpern können.

Europäische Union

„Europa sucht, mit gutem Grund, sich eine gemeinsame Politik und eine gemeinsame Währung zu geben, aber es braucht vor allem eine Seele.“
André Frossard (1915–1995), französischer Journalist und Essayist

Europa ist eine großartige Idee, die bisher relativ gut funktioniert hat.
Die Europäische Union ist keine wirkliche politische Union, da es nur wenige gemeinsame Ziele gibt, welche gravierend über die Interessen der eigenen Nationen hinausgehen. Demnach pflegen die Nationalstaaten ihre Interessen und wägen sie mit den Vorzügen der EU ab.

„Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, missgünstige Großfamilie werden.“
Vicco von Bülow (Loriot) (1923–2011), deutscher Karikaturist, Regisseur, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbilder

Scheinbar ist die ursprüngliche Vision der EU nur eine Idee. Eine wunderbare Idee, wie ich meine. Und die Basis dieser Idee bilden – wen wundert´s – gemeinsame Werte. Wenn es gelingt, diese gemeinsamen Werte bewusst zu machen und zu mobilisieren, dann kann – so glaube ich – Europa das wirksamste Zentrum einer fundierten liberalen und vernunftbegabten Welt werden.

Leider wurden in der Vergangenheit von einigen wichtigen Persönlichkeiten (insbesondere machthabende Politiker) gravierende Fehler begangen, die mit polarisierenden Aussagen dafür sorgten, dass sich so mancher Verbündete vor den Kopf gestoßen fühlte.
Insbesondere der hochmütige Irrglaube, dass die bisher politisch zelebrierten christlichen Werte alle Menschen vereinen könnten.

Wer sich nur auf christliche Werte beruft, der spaltet und hat nicht verstanden, dass es viele gleiche und identische Wertvorstellungen in anderen religiösen und weltlichen Gemeinschaften gibt.

„Damit die europäische Einigung ein Erfolg wird, müssen wir für die Erweiterung der Europäischen Union eintreten. Die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas sind Teil unserer Kultur. Westeuropäische Touristen, die über die Straßen und Plätze Krakaus, Prags oder Budapests, um nur wenige Beispiele zu nennen, gehen, spüren und sehen, dass sie sich mitten in Europa befinden. Die christlich-abendländische Kultur vereint das gesamte Europa.“
Helmut Kohl (1930–2017)

Helmut Kohl hat mit diesem Zitat offensichtlich nicht wahrgenommen, dass die „christlich-abendländische Kultur“ bald Geschichte sein wird.

Auch formulierte der spätere Bundespräsident in ähnlicher, aber etwas weitsichtiger Sichtweise:

„Ich habe manchmal den Eindruck, als sei Europa müde geworden, als sei es dabei, seine Identität zu verlieren, seine Wurzeln selber nicht mehr zu kennen. Zu diesen Wurzeln gehören ganz sicher die Aufklärung, die Menschenrechte, die verschiedenen Emanzipationsbewegungen. Aber eben auch das Christentum und die christliche Ethik.“
Horst Köhler (*1942), deutscher Politiker, CDU, Bundespräsident

Und noch weitsichtiger viele Jahre zuvor:

„Hundert oder mehr Jahre hat Europa bloß noch studiert und Fabriken gebaut! Sie wissen genau, wie viel Gramm Pulver man braucht, um einen Menschen zu töten, aber sie wissen nicht, wie man zu Gott betet, sie wissen nicht einmal, wie man eine Stunde lang vergnügt sein kann.“
Hermann Hesse (1877-1962), deutscher Dichter

Und noch früher, passgenau auf den Punkt:

„Europa ist heute nur dem Namen nach christlich. In Wirklichkeit betet es den Mammon an.“
Mahatma Gandhi (Mohandas Karamchand G.) (1869-1948), indischer Freiheitskämpfer, Verfechter des gewaltfreien Widerstandes

Kapitalismus versus Sozialismus

Gerne gebe ich hier eine von mir vertretene These zum Besten, die – so glaube ich fest – das politische Geschehen grundlegend ändern kann, wenn man sich darauf verständigen würde.

„Nichts sollte irgendjemandem gehören – außer, es ist bescheiden und persönlich oder dieser Jemand übernimmt die volle Verantwortung für sein Eigentum, indem er es der Gemeinschaft unter nützlichen und fairen Bedingungen zur Verfügung stellt.“

Interessant ist, dass wir diese „Haltung“ aus dem deutschen Grundgesetz heraus ableiten können. Noch interessanter ist, dass die gelebte Praxis weit weg von dieser rechtlich manifestierten Idee ist. Verblüffend ist, dass verfassungsrechtlich keinerlei Initiativen ergriffen werden, um dieses ethische Prinzip umzusetzen.

Wenn man sich historisch, soziologisch und psychologisch diesem Thema widmet, landet man logischerweise bei Karl Marx. Als ich mich intensiv mit seiner Biographie und seinem Leben beschäftigte und erfuhr, dass er als ein Inbegriff der soziologischen Idee regelmäßig an der Börse spekulierte, wurde klar, dass die Doppelmoral auch vor Helden der Geschichte nicht halt macht. In diesem Zusammenhang ist es fraglich, ob solche Vorbilder Geschichte machen sollten. Ich vermute, dass er wegen dieser bigotten Haltung, ständig pleite und auf seinen Gönner Engels angewiesen war.
Nun aber zurück zur Frage: Was ist besser, Kapitalismus oder Sozialismus?

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Fazit

Wir brauchen eine neutrale dritte Instanz, die „mediativ“ (vermittelnd) Aufklärung bietet und den Raum für einen Konsens öffnet.
Hierfür sollte man ein Medium schaffen, das wertneutrale Gegenüberstellungen ermöglicht. Inklusive einer Gegenüberstellung und einem Abgleich von den jeweiligen konkreten Werten, um dann eine Schnittstelle auszumachen, die als Nährboden von Konsens und Kompromissen dient. Auch das ist Wertearbeit – eine ganz wichtige, die beständigen Frieden schaffen kann.

Letzte Änderung dieser Seite am 16. April 2021

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