Sarkasmus

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Aus Sicht von Wertschätzung, Menschlichkeit, Ethik und Verantwortung ist Sarkasmus (und auch die destruktive Form von Ironie) ein echter Killer, um diese soziokulturellen und geistig gesunden Aspekte zu aktivieren.

Definition

Beißender, bitterer Spott und Hohn; latinisiertes griechisches Substantiv (altgriechisch „sarkasmós“ = „die Zerfleischung“; aus „sarx“ = „rohes Fleisch“. In den Medien in Form von Satire oder scharfer Polemik ausgeübte Kritik an gesellschaftlichen Gegebenheiten oder Personen, welche oft in Diffamierungen mündet.
Adjektiv „sarkastisch“ = „höhnisch spottend“.

Beschreibung

Sarkasmus ist eine ganz besondere Form einer destruktiven Art der Kommunikation. Das perfide daran ist, dass Sarkasmus vom Sender und Empfänger derartiger Botschaften mit Intelligenz, Humor oder/oder Spaß verwechselt wird. Ein sarkastischer Mensch ist somit manipulativ unterwegs. Diese Manipulation geschieht oft mit Einsatz von Intelligenz und Schlagfertigkeit.

Sarkasmus ist eine Art Reflex, der auf Mangel basierte konditionierte Muster zurückzuführen sind. Diese Muster resultieren beispielsweise aus einer gänzlichen oder teilweise lieblosen Erziehung (Liebesentzug) oder sind ein Ausdruck von gestörtem Selbstbewusstsein, mit latent zwanghafter Kontrolle (Definition 2) gegenüber anderen Menschen.

Die zugrundeliegende Motivation erzeugt drei mögliche Handlungsstränge:

  1. Ein klassischer (meist bekennender) Narzissmus in Form von Selbstherrlichkeit.
  2. Unbewusst destruktive Neigungen, andere Menschen zu erniedrigen, um sich selbst zu erheben.
  3. Eine verletzte Eitelkeit wird durch dominanten „Gegenschlag“ kompensiert.
  4. Einsatz von Wissen, Intelligenz und Rhetorik, um eigene Unsicherheiten (mangelhaftes Selbstbewusstsein oder Kontrollverlust) zu kompensieren.

Diese beispielhaften Gründe sind einer konstruktiven Wertschätzung entgegengesetzt und kompensiert die vergangenen Erfahrungen von Geringschätzung. Eine stark sarkastische Person leidet zuweilen unter einer latent chronischen Krankheit, die allerdings relativ gut unter Kontrolle ist, sofern diese Person genügend „Opfer“ findet. Argwohn ist somit Programm. Wenn ein Sarkast Gleichgesinnte findet, fühlt er sich wohl und bestätigt.

Eine auf konstruktive Werte basierte Gemeinschaft sollte sinn- und zweckbestimmt den zur Schau gestellten Sarkasmus augenblicklich aufzeigen und zur rechten Zeit „Platzverweise“ erteilen.

In diesem Sinne wünsche ich mir einen Dialog auf Augenhöhe. Auch in sozialen Netzwerken. Damit die humanistisch begabte Intelligenz die reine Vernunft auf die Tagesordnung setzt 😉

Letzte Änderung dieser Seite am 10. Mai 2021

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