Ken Robinson

Personen

Sir Ken Robinson (04.03.1950 in Liverpool bis 21.08.2020 in London) war ein britischer Autor und ein international geachteter Berater in der Gesellschaftsentwicklung (Kreativität und Bildung).

Er arbeitete mit Länderregierungen und Nichtregierungsorganisationen in Europa und Asien zusammen (u. a. Royal Shakespeare Company, Sir Paul McCartney’s Liverpool Institute for Performing Arts, Royal Ballet, Hong Kong Academy for Performing Arts, Europäische Kommission, UNESCO, Europarat, J. Paul Getty Trust, Education Commission of the States).

Von 1989 bis 2001 war er Kunstprofessor an der University of Warwick.

Im Juni 2003 wurde er von Königin Elisabeth II. für seine Verdienste zum Knight Bachelor („Sir“) geschlagen.
2011 erhielt er den mit 100 000 US-Dollar dotierten Lego-Preis.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Robinson_(Autor)


Über Schule, unsere Bildungssysteme und Kreativität

Zerstört Schule unsere Kreativität?

Ein bewegender Vortrag im Jahre 2006 bei TED.com (mit deutschem Untertitel), den man vielleicht mehrmals (und/oder in langsamerer Geschwindigkeit) anschauen sollte, um die Bedeutsamkeit besser erfassen zu können.
Originaltitel: „Do schools kill creativity?“ („Tötet Schule die Kreativität?“).

Eines der meist gesehen Videos bei Ted.com (> 70 Millionen Views)

Das Video direkt auf Ted.com sehen, mit anderen Transkriptionen:
https://www.ted.com/talks/sir_ken_robinson_do_schools_kill_creativity/transcript

Vorspann im Film „Alphabet – Angst oder Liebe“

„Wir haben diese außergewöhnliche Kraft, damit meine ich die Kraft der Vorstellung. Jede Form menschlicher Kultur ist die Folge dieser einzigartigen Fähigkeit. 
Diese Fähigkeit brachte die ungeheure Vielfalt menschlicher Kultur hervor. Unternehmungsgeist und Innovation. 6000 Sprachen existieren auf der Erde.
Daher sind wir jene Spezies, die Hamlet hervorbrachte. Die Musik Mozarts, die industrielle Revolution und Hip-Hop, Jazz und Quantenmechanik, die Relativitätstheorie, Düsentriebwerke und all die Dinge, die den unglaublichen Aufstieg der menschlichen Kultur kennzeichnen.
Doch ich glaube, dass wir systematisch diese Fähigkeiten in unseren Kindern zerstören. Und auch in uns selbst. Ich wähle meine Worte sorgfältig: Ich sage nicht, dass es Absicht ist. Es ist keine Absicht. Aber es passiert systematisch. Wir machen es laufend, ohne nachzudenken, und das ist das Schlimmste. 
Denn wir akzeptieren blind gewisse Vorstellungen über Erziehung, über Kinder, darüber, was Ausbildung bedeutet, über gesellschaftlichen Bedarf und Nutzen, über wirtschaftliche Zweckmäßigkeit. Wir akzeptieren diese Vorstellung blind. Doch es zeigt sich, dass sie falsch sind.“

Auszüge aus Interviews

„Unser Schulsystem wurde in seinen Grundzügen in der Aufklärung konzipiert, es funktioniert nach der Fließband-Mentalität und passt perfekt ins Industriezeitalter.
Die Schulen sind heute noch organisiert wie Fabriken: Das beginnt bei der Architektur, findet seine Fortsetzung in der Pausenklingel, in der strikten Aufteilung der Fächer und Einteilung nach Alter – als wäre das «Produktionsdatum» der wichtigste gemeinsame Nenner von Schülern.
Alles läuft auf Konformität und Standardisierung hinaus. Die Schüler werden mit Wissen versorgt und lernen, dass es jeweils genau eine richtige Antwort gibt auf jede Frage.“

Aus dem Buch „In meinem Element“ (Hardcover, Seite 37)

„Viele Leute schieben ihre Passion beiseite, um Dinge zu tun, die ihnen gleichgültig sind, ihnen aber finanzielle Sicherheit bringen. Tatsache ist jedoch, dass der Beruf, den Sie ergriffen haben, weil er ihren Lebensunterhalt sichert, in den nächsten zehn Jahren durchaus ins Ausland verlagert werden könnte. Was machen Sie dann, wenn Sie nie gelernt haben, kreativ zu denken und herauszufinden, was eigentlich in Ihnen steckt. Genauer gesagt: Was werden unsere Kinder tun, wenn wir sie weiter mit den alten Bildungsmodellen auf das Leben vorbereiten?“

… Fortsetzung folgt

Letzte Änderung dieser Seite am 21. November 2021

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