Verschwörungstheorie

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„Es ist leichter, die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht worden sind.“
Mark Twain (1835–1910)

Bevor wir uns mit diesem aktuellen und sehr spannenden Thema beschäftigen, stelle ich folgende These auf:

Wer bei lästigen und störenden Geschehnissen fragt, wer daran die Schuld haben könnte, besitzt Potentiale, zum Verschwörungstheoretiker zu werden. Wer dagegen fragt, was er selbst tun kann, um eine Lösung herbeizuführen, der besitzt das Potential zum Menschenfreund zu werden. Wir reden dann also über Verantwortung und nicht über Schuld. Eine signifikante Differenz in der Haltung und dem geistigen Zustand einer Person.

Es gibt demnach diese beiden praktizierten Szenarien: Schuldsuche oder Verantwortungsübernahme. Eine Frage von Haltung, Persönlichkeit und Charakter.

Anmerkung: Es gibt aber auch eine dritte, vermittelnde und neutrale Instanz: den Werte-Coach, der beide Parteien versöhnen kann.

Immer mehr Menschen sind empfänglich für Verschwörungstheorien. Bei den Rädelsführern handelt es sich oft um Nonkonformisten, also potentielle Freigeister, die auf der Suche nach einem Sinn im Leben sind. Wohl, weil ihnen ihr bisheriges Umfeld diesen Sinn verwehrt oder nicht ermöglicht hat.

Im Zuge meiner Recherchen über Wertvorstellungen habe ich mich auch mit sogenannten Verschwörungstheorien beschäftigen dürfen. Das war interessant, lustig, abstrus und in Teilen auch erschreckend.

Heute stelle ich fest, dass hierzu regelmäßig folgende Fehler von Politik und Medien begangen werden:

  1. Es wird gerne zu früh und ohne „Faktensicherung“ draufgehauen.
  2. Es wird oftmals viel zu spät reagiert, um die wirklich gefährlichen „Geisteskrankheiten“ schon im Keim zu ersticken.
  3. Es wird unzureichend informiert, was und wer die Quellen dieser Ideologien sind: Warum gibt es dieses Phänomen? Selbst bei Wikipedia findet man falsche, irreführende oder herabwürdigende Informationen.
  4. Es wird abschätzig darüber berichtet.
  5. Und das wichtigste: Es wird kein echter (toleranter) Dialog angeboten. Ergo: keine klärende Gegenüberstellung, die das Ziel hat, Gemeinsamkeiten auszuloten und Raum für Toleranz (Spielraum) zu schaffen.

Viele Verschwörungstheorien blühen erst dann auf, wenn sie vom Establishment öffentlich diffamiert werden.

Leider sind Verschwörungen gegenüber etablierten Machthabenden reizvoll für Freigeister, denen wir Alternativen bieten sollten, in denen sie sich (gefühlt) freier entfalten können dürfen, als bisher.

Auch an dieser Stelle weise ich deshalb darauf hin, dass wir wertesystemisch gesehen, raus aus der trennenden, spaltenden Polarität sollten, die in unserem Denken und Rechtssystem massiv verankert ist. Raum schaffender und würdevoller Dialog kann nur dann stattfinden, wenn wir uns an die verloren gegangene „Menschliche Trisymmetrik“ erinnern.

Letzte Bearbeitung: 31. Januar 2021

Letzte Änderung dieser Seite am 31. Januar 2021

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