Coaching

Enzyklopädie

Coaching ist methodische Betreuung und Wegbegleitung zu einem Ziel hin oder durch herausfordernde Situationen hindurch.

Definition

Es gibt sehr viele Definitionen von Coaching; hier die praxistaugliche Beschreibung, hergeleitet von John Whitmore: „To coach bedeutet auf Deutsch in etwa einpauken, trainieren, Tipps und Anweisungen geben, mit Fakten vollstopfen. Das hilft uns jedoch nicht viel weiter, da dies alles sehr unterschiedlich praktiziert werden kann und nicht unbedingt in Beziehung zum Coaching stehen muss. Beim Coaching geht es gleichermaßen darum, wie etwas gemacht wird, wie darum, was gemacht wird. Coaching betrifft in erster Linie die Art der Beziehung zwischen dem Coach und dem Gecoachten und die Mittel und der Stil der verwendeten Kommunikation. Die Fakten sind zweitrangig. Natürlich ist das oberste Ziel die Leistungsverbesserung. Wie man sie am besten erreicht ist die Frage.

Ein guter Coach übernimmt die Mit-Verantwortung für das Ergebnis und hat neben einer pädagogischen Kompetenz auch ein gutes Allgemeinwissen über praktizierbare Strukturen im zu coachenden Bereich sowie ein ausgeprägtes vernünftiges Weltbild.


Was wir unter Coaching verstehen

Coaching ist Bewusstsein schaffendes persönliches Training. Wie beim Training im Sport, bei dem der Coach quasi als Außenstehender den Profi durch ein gutes Auge und mit nützlichen Tipps zur gegebenen Situation zu dauerhaften Höchstleistungen verhilft.

So steht ein Coach als Wegbegleiter zur Seite, mittels Coaching „on-the-job“ (oder auch „in real life“), das sich in Unternehmen idealerweise zunächst der Führung und dann dem Team widmet.

Der wesentliche Vorteil eines individuellen Einzel-Coachings ist die ständige Flexibilität in Bezug auf Trainings-Geschwindigkeit und -Schwerpunkte.

Der Coach kann gezielt auf Probleme eingehen und eine Mit-Verantwortung für die Beseitigung übernehmen. Wird anschließend ein ganzes Team gecoacht, so entsteht eine neue Kommunikationskultur – sowohl innerhalb der Gruppe als auch nach Außen.

Coaching für Unternehmen

Getreu dem Motto „Die Treppe wird immer von oben nach unten gekehrt“ ist es ratsam, bei der Firmen- oder Teamspitze zu beginnen – mindestens jedoch eine Struktur-Ebene höher, in der Problemzonen sichtbar sind. Oft ist es nützlich einen Coach im Unternehmen zu etablieren, der von uns ausgebildet wird. Mit dieser externen Hilfe werden dauerhaft Qualitätskontrollen und Korrekturen durchführt. Das spart langfristige und hohe Beraterkosten.

Coaching für Einzelpersonen

Beim Coaching einer Einzelperson sind die Themen zumeist berufliche Karrierepersönliche Entwicklung, Selbständigkeit Etablieren, Lebensqualität, Partnerschaft oder einzelne, spezielle Ziele bzw. Probleme (z.B. EntscheidungsfindungMobbingBurnout oder Boreout), welche es gezielt zu lösen gilt.


WORTHERKUNFT COACH

Das Wort Coach stammt etymologisch und phonetisch aus dem Ungarischen und bedeutet „Kutsche“.

Die Geschichte

Ein kleines ungarisches Dorf namenKocs [ˈkotʃ] – ausgesprochen in etwa Kotsch – war ab dem 15. Jh. in Europa weitläufig berühmt für die Herstellung von erstklassigen gefederten Kutschwagen. Ein Schmied aus dem Dorf hatte die Idee, eine elastische Aufhängung des Wagenkastens zu entwickeln (so, wie es die Römer bereits im 2. Jh. taten).

Im Wappen von Kocs (gesprochen: Kotsch) ist heute ein Kutschwagen (Coach) abgebildet
Wappen von Kocs

Der Legende nach soll der Schmied „Peter Szekely Habermayer“ aus Kocs dem damaligen König von Ungarn (und Kroatien) Matthias Corvinus (geboren als „Mátyás király“) die Verwendung dieser Wagen empfohlen haben.

Im Laufe der Zeit wurden auch die Aufbauten verschönert und bequemer gestaltet.

Da man auch günstig auf einer wichtigen Postkutschenroute lag – insbesondere in Zeiten der türkischen Belagerungen, war die Versorgung und Lieferung dieser speziell gefederten Kutschwagen ein Glücksfall.

Überleitungen des Begriffs Coach

Wegen dieser Berühmtheit wurde der Begriff „Kutsche“ aus dem ungarischen „kocsi“ abgeleitet, was „aus Kocs“ bedeutet „kocsi szekér“ = „Wagen aus Kocs“.

Ab dem 16. Jh. wurde der Begriff in die wichtigsten europäischen Sprachen übernommen: englisch „coach“ (1556), deutsch „Kutsche„, französisch „coche„, italienisch „cocchio„, spanisch „coche„.

Der englische Begriff „Coach“ (für „komfortable Wagen“ als Beförderer/Förderer) wurde um 1848 entlehnt, um (ursprünglich scherzhaft) private Tutoren für Studenten zu bezeichnen.

Um 1885 wurde der Begriff dann erstmals für Trainer im Sport verwendet, anfangs nur in England und den USA.

Um 1980 wurden die Begriffe Coach und Coaching dann ins Management übertragen, um den dortigen Ausbildungs- bzw. Trainingsmethoden eine neue Bedeutung zu geben. Die Intention war, den Aspekt des empatischen „Sparrings“ und der „Wegbegleitung“ (Wegführung, Wegbereitung) zu verdeutlichen.

Da der Begriff über das Englische ins Deutsche übergeleitet ist, hat er sein ursprüngliches weibliches Geschlecht (Femininum) verloren: So müsste es, in Anlehnung an das feminine deutsche Wort „die Kutsche“, heute korrekt „die Coach„, statt „der Coach“ heißen.

Heutige allgemeine Definition

Im hergeleiteten bzw. übertragenen Sinne bedeutet Coach: „Etwas (jemand), das (der) jemanden schnellerbequemer und sicherer zum gewünschten Ziel bringt (führt)“. Coaching ist demnach jede Methodik, die dazu führt, Probleme zu lösen (wegfahren) oder Ziele zu erreichen (hinfahren). Nicht der Coach (die Kutsche oder der Kutscher) gibt dabei das Ziel vor, sondern der Klient (Fahrgast). Allerdings wird ein ortskundiger Kutscher bei einer wagemutigen Zielvorgabe inspirierende Vorschläge unterbreiten.


DER COACH

Ein guter Coach ist zu vergleichen mit einem persönlichen Trainer im Sport. Dieser verhilft dem Profi dauerhaft zu Höchstleistungen und achtet auf die richtige Verhältnismäßigkeit von Energieaufwand, Ergebnisse und Erfolg.

Dies tut er als Außenstehender (am Spielfeldrand) sowohl durch ein gutes „Auge“ sowie mit Hilfe der richtigen Impulse (Tipps, Methoden, Tools) im richtigen Moment.

Kurz: in der jeweils richtigen Situation reflektieren, aufzeigen, bewusstmachen und intrinsisch motivieren.

Ein Coach ist ein Wegbegleiter und Wegbereiter

Der Coach steht dem Klienten quasi als Wegbegleiter zur Seite und gibt ihm zum passenden Zeitpunkt und mit der jeweils richtigen Methode einen „Schubs“ in die richtige Richtung. Dabei übernimmt er stets Mit-Verantwortung für das Erreichen der gewünschten Ergebnisse.


ZIELE EINES COACHINGS

Übergeordnetes Ziel eines jeden Coachings ist es in erster Linie (wirtschaftlichen) Erfolg und persönliche Lebensqualität zu vereinen.

Konkrete Ziele sind beispielsweise:

  • Blockaden im Denken und Handeln lösen
  • die eigene Persönlichkeit entdecken und entfalten (Werte
  • Führen lernen, Mitarbeiter motivieren, Personal weiterentwickeln
  • Unternehmerisches agieren
  • die passenden Entscheidungen treffen
  • die eigene Präsenz steigern

Weiterhin kann mittels Coaching die sog. Resilienz (Widerstandsfähigkeit) trainiert und gesteigert werden.

Wir arbeiten mit unseren Klienten (dem Einzelnen oder der Gruppe) ein größtmögliches, erstrebenswertes „Goal“ heraus, das in fast jedem Fall spielerisch erreicht werden kann. Hierbei vermitteln wir die richtige Technik (Sichtweise, Bewusstsein, Methodik, Werkzeuge) und begleiten den Klienten auch gerne bis zum gewünschten Ziel.

Work-Life-Balance

Der zunehmende Druck durch die hohen Leistungsanforderungen, Verunsicherung ob der Arbeitsplatz bestehen bleibt, die ständige Erreichbarkeit (aufgrund technischer Neuerungen) und/oder die steigende Notwenigkeit zur Mobilität mache vielen Menschen zu schaffen.

Das Schlagwort Work-Life-Balance soll hier helfen, wenn man einigen Fachleuten glauben darf. Es soll also die Balance zwischen Arbeit und Leben hergestellt werden. Leider gibt es einen großen Irrtum bei derartiger Betrachtung: Man kann Arbeit nicht vom Leben trennen, denn Arbeit ist ein Teil unseres Lebens – meist sogar ein großer (zumindest zeitlich gesehen).

Fakt ist: Arbeit mit psychischem Stress macht das Leben auf Dauer kaputt. Wenn Ängste dazu kommen, wird das Leben oft zur Plage. Da hilft auch Schönreden nicht.

Durch ein Coaching können demotivierende Faktoren erkannt und dauerhaft abgeschaltet werden.

Erschaffung einer guten Unternehmenskultur

Baukastensystem Unternehmenskultur

Ein weiteres Coaching-Ziel ist, zu einer positiven Unternehmenskultur beizutragen, bzw. diese neu zu schaffen. Eine Studie belegt den Zusammenhang zwischen Betriebsklima und Betriebserfolg: Die hauptsächliche Entstehung einer Unternehmenskultur beruht auf besser motivierten Mitarbeitern und der damit einhergehenden Arbeitsproduktivität.

Warum brauchen wir Coaching? Genau hier agiert der Coach als Schnittstelle: Wir liefern Ihnen quasi einen Baukasten mit Bedienungsanleitung und tragen somit zur Gestaltung Ihrer Unternehmenskultur bei.


Warum Coaching?

Coaching für Führungskräfte und Unternehmer

An Führungskräfte werden hohe Ansprüche gestellt. Ob Unternehmer, Abteilungsleiter oder Projektmanager – neben fachlicher Qualifikation sind echte Führungsqualitäten gefordert.

Was es heißt, „zu Führen“, insbesondere wenn es dabei um unterschiedliche Typen von Menschen geht, vermitteln wir in unseren diesem Thema gewidmeten Coaching-Seminaren.

Persönliches Coaching

Wenn es stockt oder zwickt, wenn man unzufrieden ist, dann liegen Defizite vor, die entweder noch  nicht erkannt wurden oder für die es scheinbar keine Lösung gibt. Persönliche Ziele resultieren aus den Bedürfnissen und Träumen, die der Mensch selbst hat – und die nicht selten im Verborgenen schlummern.

Genau hier, bei der Suche nach der wahren Identität, greift ein Coach ein, hilft dabei alte Denkmuster zu überprüfen und motiviert, das Richtige zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu tun. Durch Mut machen und einer guten Rezeptur mit Aufgaben und Übungen.


Ablauf eines Coaching

Wir verabreichen keine 08/15 Methoden, sondern auf jeden einzelnen Klienten individuell zugeschnittene Hilfestellungen zum Verwirklichen von Lebensentwürfen (Herstellung von maximaler Lebensqualität) bzw. Durchführung einer Unternehmensentwicklung, die für die Unternehmer und ihre Mitarbeiter gleichermaßen gewinnbringend ist.

In einem Unternehmen empfiehlt sich zunächst ein Einzelcoaching. Vorteil ist die ständige Flexibilität in Bezug auf Coaching-Geschwindigkeit und Coaching-Schwerpunkte. Der Coach kann so vor Ort direkt auf Probleme eingehen.

Wird im Anschluss an das Einzelcoaching ein ganzes Team trainiert, so entsteht eine neue Kommunikationskultur – sowohl innerhalb der Gruppe als auch nach Außen.

Wie lange ein Coaching insgesamt dauert ist nicht genau vorhersagbar. Selten reicht eine einzige Sitzung, oft sind es mehrere: im Durchschnitt ca. 2-3 Std. je Session innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Wenn Coaching als sog. Mentoring stattfindet, kann es viele Jahre andauern und dient somit als langfristige Lebens- und/oder Karrierebegleitung.

Die Coaching-Sessions können in Form eines langen Spaziergangs erfolgen, bei einer Tasse Tee oder Kaffee in Wohnzimmeratmosphäre (wie in unserer Coaching-Lounge in Hürth), in einem Café oder aber natürlich im Büro und während oder außerhalb der regulären Arbeitszeit.

Für FührungskräftePrivatpersonen und Prominente haben wir in Südeuropa Coaching-Lokationen (das Outside-Coaching) eingerichtet, die inmitten der Natur – abgeschieden vom Tourismus und hektischem Treiben – großartige Entspannung und Konzentration auf das Wesentliche ermöglichen.


Wer sollte gecoacht werden?

Einzelcoaching

Manager, Führungskräfte, Unternehmer, Künstler und Sportler oder Privatpersonen – gecoacht wird der Mensch an sich, auch innerhalb von Organisationen. Coaching schafft ein Bewusstsein für das, was tatsächlich vor sich geht (Zusammenhänge) und was aus eigenem Interesse (und Verpflichtung) getan werden sollte.

Hierbei steht der Mensch im Mittelpunkt, um Orientierung zu geben, Ziele zu ermitteln sowie gemeinsam zu erreichen und bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu trainieren.

Da Coaching eine ganz besondere Form von Bildung (Entwicklung) ist, liegt es nahe zu behaupten, dass grundsätzlich jeder Mensch in seinem Leben wertvolles Coaching genießen sollte.

In früheren Zeiten hat es ausgereicht, wenn dies durch Eltern, Mentoren, Vorgesetzte und/oder sogar Ehepartner erledigt wurde. Leider ist dies in unserer heutigen schnelllebigen Zeit nur noch selten möglich. Hier schließt also der Coach eine immer größer werdende Lücke.

Coaching im Unternehmen

In einer Organisation widmet sich Coaching sinnvollerweise, noch vor dem Einzelnen oder Team, zunächst der Firmen- oder Abteilungsspitze – denn hier sind die meisten Problemkeime vorhanden, auch wenn dies dort nicht immer gerne gehört wird.

Das bedeutet, hier müssen u.a. Mechanismen und Führungsinstrumente für eine Vermeidung von potentiellen Problemquellen etabliert werden.

Ganz getreu dem Motto: „Eine Treppe sollte stets von oben nach unten gekehrt werden.“

Die wichtigsten Ziele sind klar umrissen:

  1. Leistungssteigerung durch eine gelebte Unternehmenskultur, (Wertschätzung) bei gleichzeitig hoher 
  2. Zufriedenheit der Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden,
  3. Optimale Führungskompetenz (Führungsinstrumente) – sowie
  4. maximaler Effizienz (Produktivität).

Coaching sollte sich jeder leisten, der mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden ist und sich langfristig alleine schwer tut.

Hier zitieren wir im übertragenen Sinne gerne John F. Kennedy: „Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die teurer ist als Bildung – kein Bildung!“

Wer sollte nicht gecoacht werden?

Hier grenzen wir vor allem zwischen Coaching und Psychotherapie ab.

Der in unserer Akademie (CAP Intuistik) ausgebildete Coach weiß dies gut einzuordnen und empfiehlt gegebenenfalls eine Therapie bei einem guten Therapeuten (den wir gerne vermitteln). Insbesondere dann, wenn der Interessent z. B. psychische Leiden hat, welche ein „sich Selbst reflektieren“ verhindert und/oder die Person regelmäßig Psychopharmaka einnimmt.

Ebenso ist ein Coaching nicht sinnvoll, wenn jemand hierzu genötigt oder gezwungen wird (z.B. vom Vorgesetzten) und/oder das Coaching als Voraussetzung für etwas anderes dienen soll.


Die Arten von Coaching

Die Varianten von Coaching haben eine enorme Bandbreite und Vielfalt. Für fast alle Lebenslagen und Herausforderungen kann man Coaching effektiv einsetzen.

Es gibt zwar unterschiedliche Typen von Coaches und Coachings, aber die Methode Coaching bleibt in seinem Kern immer gleich. Insbesondere die Art der Herangehensweise und die übergeordnete Zielstellung. Ein Coach besitzt eine ganz spezifische Haltung, die in der Rolle eines Sparringspartners und Wegbegleiters mündet. Coaching ist keine Beratung, sondern ein wohl dosiert aktives Steuern, Führen, Motivieren, Ergründen durch gezielte Fragen, welche einen Raum für Optionen und Bewusstsein schaffen.

Mit dieser Haltung, Rolle und Funktion kann fast jedes Thema und jeder Herausforderung mittels spezifischem Coaching behandelt werden. Nicht systemisch, sondern prozessorientiert. Diese „Behandlung“ verfolgt immer ein zuvor definiertes Ziel, welches jedoch des öfteren im Laufe des Prozesses optimiert / angepasst werden muss.

Nachstehend haben wir einige Coaching-Varianten aufgeführt und die Wichtigsten kurz beschrieben:

Der Business-Coach

Der Klassiker. Ein Coach mit Erfahrung im Business Development. Meist ein BWLer oder Volkswirt mit psychologischem Hintergrund oder Ambitionen (selten Techniker, manchmal Jurist oder Psychologe). Der Businesscoach widmet sich vor allem um sogenannte weiche Faktoren (Soft skills) im Bereich von Führung, Organisationsentwicklung und dem Dreigestirn „Vision, Mission, Goal“.

Ein Coach der genannten Herkunft hat i.d.R. wenig Erfahrung als „echter“ (vollhaftender) Unternehmer und läuft Gefahr, alles nur aus einer theoretischen Brille zu sehen. Auf den ersten Blick sind die Lösungswege oft brillant (PowerPoint & Co), auf dem Zweiten manchmal monströs (kompliziert) und auf dem dritten Blick folgt dann meistens Ernüchterung, denn es wurden nur die Ziele von wenigen Beteiligten (meist nur der Auftraggeber und/oder Shareholder sowie der Berater, des Coach) erreicht.

Gerade hier wird also ein Coach mit großer Praxiserfahrung als Unternehmer empfohlen. Dieser kennt sich mit den Mechanismen von nachhaltigem Qualitätsmanagement, empathischem Erwartungsmanagement und den tatsächlichen psychologischen Auswirkungen von Veränderungsprozessen in Organisationen aus.

Der Unternehmer-Coach

Hierbei handelt es sich meist um altgediente Unternehmer, die ihr Wissen an andere (meist jüngere) Unternehmer weitergeben. Besonders über Jahrzehnte tätige Business-Coaches (siehe oben) sind hierfür geeignet, da sie die Wirksamkeit von verschiedenen Methoden in vergangenen Projekten gut abschätzen können und darüber hinaus meist über ein gutes Netzwerk an Fachberatern und potentiellen Verbündeten verfügen.

Auch der Unternehmer-Coach ist gut beraten, sporadisch einen Sparringspartner („Coach the Coach“ oder auch „Mentoring the Coach“) an seiner Seite zu haben.

Der Life-Coach

Coaches, die Lebensberatung im Allgemeinen verkaufen, gibt es in allen möglichen Kategorien. Bemerkenswert ist, dass die Zahl ständig zunimmt und mittlerweile weltweit die 1 Million-Marke überschritten haben dürfte. Ein Phänomen? Ja, aber es lässt sich womöglich dadurch erklären, dass

  1. sich viele helfende Berufe den Titel „Coach“ zusätzlich oder teils gänzlich übergestülpt haben,
  2. die Aufgaben, welche Eltern, Familie, Freunde, Schule, Ausbilder und Arbeitgeber inne hatten, nun gemäß dem Zeitgeist institutionalisiert worden sind (Outsourcing),
  3. die allgemeine Unzufriedenheit und Überlastung vieler Menschen kollektiv zunimmt und
  4. es viele (z.T. scheinbare) quersichtige Menschen gibt, die sich berufen fühlen, als Coach zu arbeiten.

Gerade ein Life-Coach sollte sich von Zeit zu Zeit von einem Unternehmer-Coach coachen lassen, da auch er ein Gewerbe betreibt und dies optimal gestalten sollte. Insbesondere in Sachen Marketing, Verkaufen, Organisation, Expansion, Image, Präsentationen etc. benötigt fast jeder einen fachkundigen Sparringspartner.

Auf jeden Fall ist es ratsam, dass ein Life-Coach von Zeit zu Zeit einen „altgedienten“ Coach als Supervisor und Reflektor in Anspruch nimmt.

Mental Coach

Ein Mental Coach kennt das Prinzip von Ursache und Wirkung in den Bereichen Hochleistung und Selbststeuerung. Mentalität ist das maßgebliche Prinzip von Erfolg.

Jeder leistungs- und ergebnisorientierte Mensch braucht die passende Mentalität und Geisteshaltung. Hierbei unterstützt ein externer Beobachter, der sich konkret auf den individuellen Menschen und seine Herausforderungen fokussiert.   

Ausführliche Infos (Schwerpunkt) >>

Karriere Coach

Coaching für eine auf Werte basierte eigene Entwickeln einer wertschöpfenden und Sinn stiftenden Karriere (Lebensplanung und -entwicklung).

Ein Karriere-Coach ist meist ein Mentor.

Ausführliche Infos (Schwerpunkt) >>

Werte Coach

Werte-Coaching behandelt die persönlichen Werte für Einzelpersonen im Umbruch oder komplexe Wertesysteme (Leitmotive im Leitbild) für Unternehmen im Wandel mit z. B. dem Erarbeiten eines Fahrplanes für Unternehmenskultur, inklusive dem Erstellen von Führungsleitlinien.

Ein Wertecoaching kann in vielen anderen Coachings als unterstützende Methode eingesetzt werden, um Orientierung zu schaffen – im Leben einer Einzelperson, für Gruppen und Teams oder innerhalb von Organisationen.

Fachartikel „Orientierung durch Werte“ >>

Das Wertecoaching ausführlich (Ablauf und Kosten) >>

Coach für Hochsensible (HSP)

Eine HSP-Coach ist logischerweise selbst HSP. Er begleitet den Prozess der Widerstandsfähigkeit (Resilienz), des Selbstbewusstseins und der Selbstverwirklichung.

Ausführliche Infos (Schwerpunkt) >>

Projekt Coach

Begleitung von Projekten durch einen externen Coach ist in vielen Fällen ein Muss. Hierbei werden konstruktiv kritische Fragen gestellt. Die Augenmerke liegen hierbei auf saubere Briefings, gute Planung, effektives Trouble Shooting und vor allem auf Effizienz in Kommunikation und Ausführung.

Mehr Infos >>

Anti-Burnout Coach

Als Ergänzung zu eine Therapie kann ein persönliches Coaching sinnvoll sein, um sich im eigenen Leben besser zu orientieren sowie seine Karriere zu überdenken und neu zu planen.

Ebenso kann ein Coaching einen drohenden Burnout verhindern. Durch rechtzeitiges ausbalancieren der eigenen Wertvorstellungen (persönliche Integrität) mit den erwarteten Werten der unmittelbaren Umgebung (Atmosphäre am Arbeitsplatz, Vorgesetzte, Kollegen, Kunden, Lieferanten, Familie, Freunde etc.).

Mehr Infos über Burnout und Anti-Burnout-Coaching >>

Weitere Coach-Typen und Varianten des Coachings

Es gibt heute Coaches für alle Bereiche, in denen mit der Methode Coaching gearbeitet werden kann und auch sollte.

Hier sind einige weitere Beispiele aufgeführt:

  • Finanz Coach
  • Marketing Coach
  • Sport Coach
  • Trainer Coach (Coach The Trainer, Supervision)
  • Anti-Mobbing Coach
  • Gesundheits Coach
  • Philosophischer Coach
  • Ernährungs Coach
  • Präsenz Coach
  • Wellness Coach
  • Fitness Coach
  • Kinder- und Jugend-Coach
  • Ehe Coach
  • Freizeit Coach

Coaching Methoden

Dieser Abschnitt befindet sich im Aufbau und wird Zug um Zug erweitert. Die einzelnen Methoden werden später als extra Artikel (Seite) aufbereitet und hier übersichtlich verlinkt.

Es gibt viele unterschiedliche Methoden, die im Coaching Anwendung finden. Hier wollen wir die wichtigsten und die besten aufführen.

Anmerkung: Es handelt sich hier nicht um von uns entwickelte Methoden, diese finden sie hier >>

Hinweis: Eine Übersicht der von uns genutzten Methoden und Modelle finden Sie auf den Seiten des Coaching-Ausbildungs-Programms >>

Postkarte "CoACHing"
Postkarte „CoACHing“

Das „GROW-Modell“

Entwickelt von John Whitmore

GROW wurde von der „Inner Game Methode“ beeinflusst, die von Timothy Gallwey entwickelt wurde.

GROW ist die Abkürzung (ein sog. Akronym) von folgenden Fragestellungen:

  1. G = GOAL = Ziel, Treffer, Wunschvorstellung
    Der gewünschte Zustand, das Ziel, das es zu erreichen gilt. Das Ziel muss in „vollendeter Gegenwart“ formuliert sein. Es muss klar und deutlich formuliert sein.
  2. R = REALITY = Realität, Tatsachen, Fakten
    Die exakte gegenwärtige Realität. Die Beschreibung der Probleme und die daraus resultierenden Herausforderungen. Ebenso die Entfernung zum Ziel.
  3. O = Obstacles = Hindernisse, Schwierigkeiten
    Eine genaue Beschreibung aller Hindernisse auf dem Weg zum Ziel hin, die bisher nicht bewältigt werden konnten.
    O = Options = Optionen, Wahlmöglichkeiten
    Alle (auch verrückte) Optionen, welche die genannten Hindernisse aus dem Weg räumen können. Mit anschließender Auswertung der Optionen (ausloten; siehe Optionenbaum).
  4. W = Way Forward = Weg nach vorne, Entscheidung, Aktion
    Die gewählten (bzw. verknüpften) Optionen werden in Handlungsschritten beschrieben mit einem nächsten Schritt, der relativ sofort gemacht werden kann.

Weitere Methoden finden Sie auf unseren Seiten des Coaching-Ausbildungs-Programms >>


Selbstcoaching

Ist es möglich sich selbst zu coachen?

Es gibt nur sehr wenige Menschen, die in der Lage sind sich selbst zu coachen – im Grunde ist es ein Widerspruch, wenn man sich die Definition des Wortes „Coach“ anschaut. Der Coach ist ja quasi ein Sparringspartner für viele Lebenslagen. Es wäre also ein Selbstsparring, was laut dem gewollten konstruktivistischen Prinzip schwer umzusetzen ist.

Ein Coach wird also da gebraucht, wo man alleine nicht mehr zurecht kommt oder die benötigte Disziplin oder Effektivität fehlt. Auch insbesondere dann, wenn es schneller gehen soll, als mit bisherigen Methoden. Oder einfach nur dann, wenn die eigene Disziplin nicht ausreicht.


Kosten von Coaching

Die Aufwendungen und Amortisierung von Coaching.

Zunächst stellen wir folgende These auf: „Langfristig kostet Coaching nichts – im Gegenteil: es bringt Geld ein“.

Selbstverständlich muss zu Beginn investiert werden – und zwar in erster Linie in die 3 Faktoren: Zeit, Geld sowie die Bereitschaft, sich Veränderungen zu stellen.

Durch ein weitsichtiges Coaching werden nicht nur Probleme gelöst, sondern Ziele erreicht. Diese Ziele optimieren zwar individuell unterschiedliche Lebensbereiche (Lebensqualität, je nach Zielstellung) aber fast immer auch die finanzielle Situation des Coachees. Da dieser Effekt nachhaltig wirkt, ist die Investition in ein „gutes“ Coaching erfahrungsgemäß in 95% aller Fälle geringer als der zukünftige finanzielle Ertrag für den Klienten.

Im Idealfall ist der langfristige Nutzen von Coaching (ideell und monetär) um ein vielfaches höher als die Investitionen.

Faktor „Zeit“

Gerade zu Beginn eines Coaching-Prozesses muss der Klient Zeit und Aufmerksamkeit für sich selbst investieren.

Gerade Menschen, die einen Coach am meisten benötigt, leiden unter Zeitmangel – einer der schlimmsten Krankheiten unserer Zeit.

Ironischer Weise ist der Zeitfaktor ein wichtiger Grund, warum man sich keinen Coach leisten kann (will).

Neben den einzelnen Coaching-Sitzungen (ca. 2 Stunden alle 2 bis 4 Wochen) gibt es Hausaufgaben, welche enorm förderlich für das Coaching sind. Diese verursachen kein Honorar, jedoch eigene Zeit. Je intensiver diese Hausaufgaben erledigt werden, desto kürzer sind die Coaching-Sitzungen. Siehe auch: „Ablauf des Coachings„.

Faktor „Geld“

Ein guter Coach hat seinen Preis. Immerhin sollte er eine gute Ausbildung und viel Praxiserfahrung haben sowie eine stattliche Referenzliste, sich in der Branche ein wenig auskennen und vor allem gut mit Menschen umgehen können

Da ein Coach nicht von morgens bis Abends und jeden Tag voll konzentriert coachen kann (das ist einfach nicht möglich) muss er regelmäßig „unbezahlten“ Abstand nehmen, damit er frei von Konventionen bleibt und eine dauerhaft entspannte Sichtweise aufrecht erhält.

Der Stundensatz eines gut ausgebildeten und (unternehmerisch) erfahrenen Coachs liegt zwischen 130,- und 400,- Euro zzgl. Steuern und eventuellen Spesen, je nach Umfang und Art des Engagements. In seltenen Fällen kann ein Coaching auch teurer sein.

Viele Coaches reduzieren für finanziell in Not geratene Klienten (Firmen oder Privatpersonen) ihr anfängliches Honorar, das später bei eintretendem Erfolg angepasst wird.

Hier wollen wir transparent sein: Unsere bisherige Spannweite beträgt zwischen 40,-Euro/Std. und 440,- Euro/Std; der statistische Schnitt ist 145,82 Euro (bei insgesamt 16.685 Stunden von Oktober 1996 bis 30. Juni 2017)

Faktor „Veränderungsbereitschaft“

Dies ist der wichtigste „Hebel“, um eine schnelle Amortisierung zu erreichen.

Die innere Bereitschaft sich selbst zu verändern, bzw. eine erweiterte Sichtweise erlangen zu wollen, ist für die optimale Wirkungsweise eines Coachings zwingend notwendig.

Sollte diese Bereitschaft kategorisch nicht vorhanden sein, so ist ein Coaching nicht möglich.

Fazit

Wenn allen 3 Faktoren für Sie keine Hürde darstellen, Sie ein drückendes Problem lösen oder wenn Sie Ihre persönlichen Ziele entdecken bzw. erreichen wollen, dann melden Sie sich bei uns. Ein kurzes Erstgespräch ist kostenlos – gerne persönlich oder am Telefon.

Letzte Änderung dieser Seite am 27. Mai 2021

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