Flow

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Der Psychologe Prof. Mihály Csíkszentmihályi beschrieb 1975 das Phänomen des Spielens als „Flow-Zustand “, der mittig zwischen Überforderung (Angst, Druck) und Unterforderung (Langeweile, Apathie) entsteht. Beim Flow liegt der Anreiz nicht im Ergebnis, sondern in der Tätigkeit selbst. Es macht einfach Spaß, was wir tun.

Zum Beispiel beim Spielen entsteht dieser Flow, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  1. Die Tätigkeit selbst beinhaltet die Zielsetzung (Autotelie).
  2. Es finden unmittelbare Rückmeldungen statt.
  3. Die Konzentrationsfähigkeit steigt.
  4. Das Verhältnis der Anforderungen und Fähigkeiten ist zunehmend ausgewogen.

Weiterhin entstehen sogenannte Erlebnisse:

  1. Die Aktivitäten erzeugen keine Mühe.
  2. Persönliche Sorgen verschwinden.
  3. Die Zeitabläufe relativieren sich.

Oft sind wir im Flow ohne es bewusst zu merken. Stimulierende Tätigkeiten, welche unsere Aufmerksamkeit vollständig in Anspruch nehmen, bringen uns fast immer in diesen Zustand.

FLOW: Funktions-Lust ohne Widerstand

Angst, Ungeduld und ein übertriebener Ehrgeiz können das Eintauchen in den Flow-Zustand verhindern. Sie führen zu einem angespannten Körpergefühl und verhindern so den freien Fluss der Energien im Körper.

Flow entsteht beispielsweise auch beim Staunen.

Den Flowzustand kann man gut daran erkennen, dass sich die gemessene Zeit (siehe: Chronos) auflöst und eine Augenblicklichkeit (siehe Kairos) einstellt.

Ausführliche Definition im Artikel „Spielen statt arbeiten! Wie die eigene Arbeit zum persönlichen Spiel wird – und was ist eigentlich ein „Flow“? >>

Letzte Änderung dieser Seite am 25. August 2021

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